Fahrradhike der Wühlmäuse
Start Rheurdt - Ziel Listertalsperre 2014
Am Samstag, den 05.07.2014 verabschiedeten sich um 9.00 Uhr, 4 Mädchen und 5 Jungen aus der Pfadfindergruppe der Wühlmäuse von ihren Eltern und machten sich mit viel Gepäck und ihren Fahrrädern auf den Weg ins Sommerlager an der Listertalsperre im Sauerland. Begleitet wurden sie von ihren Betreuern Regine Luge, Carolyn Erben und Silas Kubin.

Diese spannende Reise per Fahrrad möchte ich Euch nun aus der Sicht eines Pfadfinders schildern:

Wir waren zu Beginn sehr aufgeregt, da wir nicht wussten welche Route uns zum Ziel ins Sauerland führen wird und, ob wir der langen Fahrradtour gewachsen sind. Aber dann ging es schon los von Rheurdt über Vluyn nach Moers Richtung Duisburg. Gegen Mittag überquerten wir über eine Eisenbahnbrücke den Rhein, an dessen Ufer eine Schafherde, mit seinem Hirten und den Hütehunden, weidete. Weiter ging es durch Duisburg zur sechs Seenplatte, wo wir an einem Freibad unsere erste große Rast gemacht haben und uns für den Weg nach Essen stärkten.

Weiter ging es, bis wir irgendwo im nirgendwo an einer Autobahnpolizeiwache anhielten. Dort begrüßte uns eine freundliche Polizistin. Sie zeigte und erklärte uns einen Autobahnpolizeibus. Dann kam ein Kollege dazu, der mit uns im Polizeibus fuhr. Spannend wurde es, als er mit 50 km auf einen Zaun zufuhr und eine Vollbremmsung machte. Das Geschrei war erst einmal groß und das Lachen im Nachhinein noch viel größer! Das hat echt Spaß gemacht!!! Im Anschluss wurde die Polizeiwache besichtigt. Dort gab es keine Zellen, nur ein Büro mit Überwachungskameras für die Wache und eine Funkstation, damit sich die Polizisten verständigen können. Interessant war auch der Raum, in dem Funkgeräte, Taschenlampen, Schlagstöcke und Waffen aufbewahrt werden. Hier gab es sogar Geschirre für Tiere, um diese auf der Autobahn einzufangen.

Nun ging es weiter nach Essen Kettwig ins Gemeindezentrum der Pfadfinder, wo wir übernachten durften. Wir hatten ja unsere Isomatten und Schlafsäcke dabei, nur das Abendessen mussten wir uns bei den Anwohnern erschnorren. Die Kettwiger waren sehr nett, es gab Aufbackbrötchen, Spaghetti, Käse uns sogar Bolognesesoße. Der Tag war sehr schön, bis auf dass es öfters mal geregnet hat, was einem Pfadfinder natürlich nichts ausmacht! Aber nach dem Essen sind wir dann todmüde in die Schlafsäcke gehüpft.

Am Sonntag Morgen wurden wir sanft von unseren Leitern geweckt und nach dem Frühstück ging es gleich weiter in Richtung Ruhr-Radweg, dem wir folgten. Hier waren noch die Schäden vom Pfingstunwetter deutlich zu erkennen und so mussten wir zum Teil unter den umgestürzten Bäumen herfahren. Gegen Mittag haben wir das Eisenbahnmuseum in ... erreicht und sind dort mit einer alten Dampflock inklusive unserer Räder und Gepäck zur Haltestelle Nachtigall gefahren, dann ging es wieder aufs Rad zur Zeche Nachtigall, um dies zu besichtigen. Hier konnten wir selber erfahren, wie klein sich früher ein Bergarbeiter machen musste, um in einem Flöz zu arbeiten und haben dort noch viel mehr Informationen über den Bergbau erhalten. Am nächsten Bahnhof angekommen, kaufte Regine die Fahrkarten Richtung Sauerland und wir uns ein Eis. Nun wurde es stressig als der Zug kam, all unser Gepäck musste von den Rädern runter, damit die Jungen diese ins Abteil bringen konnten. Die Mädchen bildeten eine Kette, um die Taschen weiterzureichen. Nachdem alle einen Platz gefunden hatten, konnten wir uns ein wenig ausruhen, bevor wir noch einmal umsteigen mussten und das Ganze von vorne losging.

Als der Zug anhielt, waren wir schon ganz in der Nähe unseres Lagers an der Listertalsperre. Ca. 1 Stunde Fahrt mit dem Rad lag nun noch vor uns, bevor wir die Listertalsperre erreicht hatten. Hier wurde ein Stopp eingelegt um Fotos zu machen. Das war echt schön dort . Auf dem Weg zum Lager hielten wir an einem Kiosk an, wo wir unsere 100 gefahrenen km mit Kaltgetränken, Pommes und Currywurst gebührend feierten. Dann war es nicht mehr weit! Wir wurden schon im Pfadfinderlager erwartet. Die Zeltaufbauer haben uns mit lautem Beifall empfangen. Das war richtig toll und wir haben uns riesig gefreut, den Fahrradhike geschafft zu haben.

Wir waren eine echt spitzen Truppe, mit dabei waren: Julia Ketels, Lea Hähnel, Lisa Pagor, Jan Appenzeller, Luis Hoeps, Moritz Wiese, Noah Tielmann, Simon Palik und ich Ada Witzdam.

Wir bedanken uns bei Regine, Carolyn und Silas für die gute Vorbereitung und super Betreuung während des Hikes und bei allen Betreuern aus dem Pfadfinderlager für dieses einmalige Erlebnis!!!

Angehängte Dateien
Anhang #1
Anhang #2

Veröffentlicht am 20.07.2014 um 20:58 Uhr

Autor: Ada Witzdam